Ruhende Schifffahrt ist Anlass zu Übung

Marktbreit / Kitzingen, 21.04.2018

Die Sperre der Schleusen war auch in diesem Jahr eine günstige Gelegenheit für die Helferinnen und Helfer des THW Kitzingen, eine Übung am und auf dem Main abzuhalten.

In dieser Zeit ist es recht gut möglich, die Ölsperre des Landkreises Kitzingen über die volle Breite des Flusses einzubringen. Die Fracht- und Kreuzfahrtschiffe haben ohnehin Zwangspause und müssen nicht extra gestoppt werden. Einzig die Fahrer von Sportbooten, die auch bei einer Schleusensperre auf dem Main unterwegs sind, müssen gewarnt und eventuell gestoppt werden.

Bei strahlendem Sonnenschein rückten die 22 THW’ler unter der Leitung des Ortsbeauftragten Alexander Fischer und des Gruppenführers Massimo Carlone nach Marktbreit aus. Ihr Ziel war der dortige „Ölwehrpunkt“ kurz vor der Schleuse. Schnell waren die Uferregionen erkundet und die Distanz zwischen dem Ufer auf der Marktbreiter Seite und der Einfahrt in den Schleusenhafen vermessen, was bereits Bestandteil der Übung war. Eine Strecke von 122 Meter musste mit der Ölsperre überwunden werden. Auch die Zufahrt zur Schleuse könnte abgesichert werden, dann sind allerdings fast 290 Meter Material nötig – 300 Meter sind auf dem mitgeführten Hänger verlastet.

Bei der Festlegung der notwendigen Länge der Barriere ist neben der Flussbreite auch die Strömung ausschlaggebend. Je nach Fließgeschwindigkeit muss die Sperre in einem bestimmten Winkel zum Ufer eingebracht werden.

Und so wird die leuchtend orange Kunststoffbahn, die das Ausbreiten von Öl oder anderen auf dem Wasser treibenden Stoffen verhindert, nicht auf direktem Wege über den Fluss gebracht. Langsam zieht ein Boot die Ölsperre ufernah flussaufwärts und lässt sie dann mit der Strömung zur den Helfern auf der anderen Seite einschwimmen.

Zwischen zwei Schleusen gibt es jeweils zwei bis drei Ölwehrpunkte. Diese sind genau definiert, denn für Fahrzeuge, Material und Mannschaft bracht das THW ausreichend Platz. Da müssen Poller für die Verankerung der Ölsperre und auch der Boote da sein und die Ölsperre selber braucht auch Raum. Neben Marktbreit gibt es auf diesem Flussabschnitt noch einen weiteren Ölwehrpunkt im Bereich des Marktstefter Hafens.

Weil diese optimalen Übungsmöglichkeiten für das Ausbringen der Ölsperre nur an wenigen Tagen im Jahr gegeben sind, hatten die Helferinnen und Helfer am Samstag auch einiges zu tun. Nach Abschluss der Übung in Marktbreit ging es zu einem weiteren Wehrpunkt vor der Schleuse in Kitzingen und das Spiel ging von vorne los.

Alexander Fischer ist den zuständigen Stellen bei dem Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt, sowie den Firmen Ruhl in Marktbreit und LZR in Kitzingen für deren hervorragende Unterstützung sehr dankbar.