Einsatzübung lässt Schülertraum wahr werden

Kitzingen, 18.03.2017

Ein Gebäude, das kurz vor dem Abbruch steht, ist für das THW ein willkommenes Übungsobjekt. So auch die alte Realschule im Kitzinger Schulzentrum, die als Schauplatz der ersten Ganztages-Ausbildung in diesem Jahr diente.

Massimo Carlone, der für den Ausbildungstag verantwortliche Gruppenführer der 2. Bergungsgruppe, schickte die 22 teilnehmenden Helferinnen und Helfern in eine Einsatzübung. Das Szenario sah eine Explosion in dem mehrstöckigen Gebäude vor, in deren Folge das THW Kitzingen alarmiert wurde, um nach vermissten Personen zu suchen und diese zu retten.

Gegen 8 Uhr rückte der Technische Zug an. Zugführer Michael Hack, der die Einsatzleitung übernahm, wurde mit einer besonderen Situation konfrontiert. In dem siebenstöckigen Haus, von dem der obere Teil verqualmt war, wurden mehrere wahrscheinlich verletzte Personen vermutet.

Die Träger des schweren Atemschutzes mussten sich durch dichten Rauch in die obersten Stockwerke durchkämpfen. Dies war sehr kraftraubend und forderte den Hilfskräften einiges an Kondition ab. Anschließend ging es darum, Vermisste zu finden und zu retten – und dies aus versperrten Räumen.

Während ein Teil der Einsatzkräfte mit Scheinwerfern für die nötige Beleuchtung sorgte, konnten andere den Traum unzähliger Schüler ausleben und rückten dem Mauerwerk der Schule mit Elektro-Aufbrechhammer und manuellen Werkzeugen zu Leibe. Durch die Mauerdurchbrüche war ein Vordringen in manche versperrte Räume erst möglich, erwies sich jedoch als eine sehr schweißtreibende Aufgabe.

Nachdem die sieben „Verletzten“ aus dem Gebäude gerettet waren, mussten noch Abstützarbeiten durchgeführt werden. Hierdurch wurde der Einsturz von Decken und Mauern verhindert.

Abschließend zeigten sich Massimo Carlone und Michael Hack mit den Leistungen der Truppe sehr zufrieden und die Mannschaft selbst hat es fast genossen, sich „ohne Rücksicht auf Verluste“ mal so richtig austoben zu können.