Einsatzübung in Buchbrunn

Buchbrunn, 22.09.2017

Freitagabend, 19.18 Uhr. Das Wochenende steht vor der Tür. Plötzlich fingen die Funkmeldeempfänger des THW Kitzingen, sowie der freiwilligen Feuerwehren aus Buchbrunn und Mainstockheim an zu piepsen und in beiden Orten heulten die Sirenen.

Von den Floriansjüngern wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand, dass es sich um einen Übungsalarm handelt. Die Helferinnen und Helfer des THW waren zwar darüber informiert, dass eine Einsatzübung stattfindet, nicht jedoch, welches Szenario sie erwarten wird.

Die Gebäude eines Anwesens in der Hauptstraße von Buchbrunn sollen demnächst abgerissen werden. Alexander Fischer und Florian Raab von THW, sowie der 2. Kommandant der Feuerwehr Buchbrunn Michael Weidenbach nutzten diese Gelegenheit und haben die Übung kurzfristig vorbereitet. Sie gaben den Einsatzkräften vor, dass es in einem Anwesen zu einer Explosion kam, in deren Folge ein Feuer ausgebrochen ist. In den stark verqualmten Räumen werden sechs bis acht Personen vermisst.

Aufgrund der Explosion war das Hauptgebäude zudem einsturzgefährdet und auch die Nebengebäude sind stark beschädigt worden. Der Zugang über die Eingänge war versperrt.

Die 17 eingesetzten Helferinnen und Helfer des THW unter Leitung von Zugführer Michael Hack erhielten die Aufgabe, die Räume in den Nebengebäuden zu erkunden, nach Personen zu durchsuchen und diese zu retten. Zudem wurde vom Kommandanten der Buchbrunner Wehr Holger Schmidt ein Atemschutztrupp des THW zur Vermisstensuche im Haupthaus angefordert.

Während die Feuerwehren unter anderem über eine Drehleiter Personen retteten und das Feuer bekämpften, verschafften sich die THW’ler Zugang zu den Nebengebäuden. Selbst eine Mauer stellte hierbei kein größeres Hindernis dar und wurde kurzerhand durchbrochen. Zwei „Verletzte“ aus dem Dachgeschoss wurden über eine mittels Leitern errichtete schiefe Ebene gerettet.

Die geretteten Personen wurden den Hilfskräften des BRK von den Bereitschaften Mainstockheim und Dettelbach, die ebenfalls an der Übung teilnahmen, übergeben.

Schnell zeigte sich, dass die unter Atemschutz zur Vermisstensuche eingesetzten Helfer bei der Verletztenrettung fehlten, was zu einem personellen Engpass führte. Gruppenführer Massimo Carlone hat deshalb entschieden, auf das Ausleuchten der Einsatzstelle zu verzichten und sich mit den zur Verfügung stehenden Kräften auf die Personenrettung zu konzentrieren.

Bedingt durch die örtlichen Gegebenheiten und weil die Straße durch Einsatzfahrzeuge verstellt war, musste der GKW I mit einigem Abstand zum Unglückshaus abgestellt werden. Dies forderte die Helferinnen und Helfer zusätzlich, da die benötigten Gerätschaften zur Einsatzstelle getragen werden mussten.

Sowohl Zugführer Michael Hack, als auch die beiden Gruppenführer Massimo Carlone und Thomas Schönwald wurde je ein Beobachter zur Seite gestellt.

Nach Übungsende gab es noch eine Stärkung im Gerätehaus der Buchbrunner Feuerwehr, bevor es wieder zurück in die Unterkunft ging. Hier wurden abschließend der Übungsverlauf und die eine oder andere Verbesserungsmöglichkeit besprochen.