Bezirkswettkampf der THW-Jugend

Mömlingen/Kitzingen, 14.10.2017

Sieben Jugendgruppen des Technischen Hilfswerks (THW) aus ganz Unterfranken standen sich am vergangenen Samstag in Mömlingen bei Obernburg am Main beim diesjährigen Bezirkswettkampf gegenüber. Neben der THW-Jugend aus Kitzingen und der vom ausrichtenden Ortsverband Obernburg nahmen Mannschaften aus Alzenau, Aschaffenburg, Lohr, Miltenberg und Ochsenfurt teil.

Die Teams, bestehend aus 9 Junghelferinnen und Junghelfer und einem Betreuer als Gruppenführer mussten eine Vielzahl an Aufgaben bewältigen, die ihnen zum Teil erst 30 Minuten vor Beginn des Leistungsvergleichs bekanntgegeben wurden. Diese bestanden aus der Absicherung einer Unfallstelle, Erkunden und Melden, dem Aufbau einer Stromversorgung und der Inbetriebnahme von Beleuchtung, dem Umgang mit Leinen, Holzbearbeitung, Bewegen von Lasten und Geschicklichkeits-aufgaben.

Nach dem Eintreffen auf der Wettkampfbahn war zunächst eine Unfallstelle ordnungsgemäß abzusichern. Parallel dazu ist ein Schadensgebiet zu erkunden gewesen und eine entsprechende Rückmeldung an die durch einen Schiedsrichter dargestellte „Einsatzleitung“ musste erfolgen.

Weiter ging es mit der Beseitigung eines Baumes. Hier kam ein Greifzug und geeignetes Anschlagmittel zum Einsatz. Besonderes Geschick war gefragt, eine Last mit Hilfe einer Brechstange und Kanthölzern anzuheben. Auf der Last waren mit Wasser gefüllte Becher aufgestellt, die nicht umfallen durften und auch kein Wasser verschüttet werden durfte.

Die Bearbeitung des Werkstoffs Holz stand beim Bau einer Puppe im Mittelpunkt. Kanthölzer mussten fachmännisch mit einer Säge abgelängt werden, Löcher waren in das Holz zu bohren und die Einzelteile mit Gewindestangen zusammen zu schrauben.

Diese Holzpuppe stellte anschließend eine verletzte Person dar, die eingesperrt war es galt bei der nächsten Aufgabe, diese zu retten. Während ein Trupp sich daran machte, sich den Weg in den versperrten Raum mit Druckluft-Hebekissen zu bahnen, sorgte ein anderer Trupp für ausreichend Beleuchtung, indem sie ein Notstromaggregat fachgerecht in Betrieb genommen und zwei Scheinwerfer ordnungsgemäß in Position gebracht und gesichert haben. Die Person musste erstversorgt werden und war schließlich mit einem Schleifkorb aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Besonders war hier auf die Eigensicherung der jungen Einsatzkräfte und die persönliche Schutzausstattung zu achten.

Insbesondere auf eine gute Teamarbeit, sowie auf gutes Geschick kam es beim „laufenden A“ an. Drei Rundhölzer waren hierbei mit Leinen und den entsprechenden Stichen und Bunden in Form eines A zu verbinden. Anschließend wurde das Gebilde aufgerichtet, ein Junghelfer stellte sich auf das Querholz und musste eine bestimmte Strecke zurücklegen, indem abwechselnd je eine Seite nach vorne gebracht wurde. Die übrigen Mitglieder der Mannschaft führten das Konstrukt mit Leinen und mussten diese zum richtigen Zeitpunkt und mit viel Gefühl locker lassen oder wieder anziehen.

Bei der Erledigung der gestellten Aufgaben war die benötigte Zeit zweitrangig und sollte nur bei einer Punktgleichheit den Ausschlag geben. Vielmehr kam es darauf an, bei den einzelnen Stationen eine richtige, saubere und ordentliche Arbeit abzuliefern und insbesondere die Unfallverhütungsvorschriften einzuhalten.

Die Mannschaft der THW-Jugend aus Obernburg konnte den Wettkampf deutlich für sich entscheiden und den Siegerpokal in Empfang nehmen. Sie wird nun im nächsten Jahr für Unterfranken bei dem bayerischen Landeswettkampf im oberbayerischen Weilheim an den Start gehen. Die Mädchen und Jungen aus Kitzingen mussten sich ihnen zwar geschlagen geben, belegten jedoch einen sehr guten zweiten Platz.

Auf das Ereignis vorbereitet wurden die Kitzinger Mädchen und Jungen von Julia Gaiser, Max Spiegel und Marcel Förster, die sich mit dem Abschneiden sehr zufrieden zeigten und stolz auf ihre Schützlinge sind. „Es hat trotz der Mühe viel Spaß gemacht, mit der Mannschaft zu üben und man hat richtig gemerkt, wie die Wettkampfteilnehmer mehr und mehr vom Ehrgeiz gepackt wurden.“ freute sich Julia Gaiser über das tolle Ergebnis.