Ausbildung in Zeiten von Corona

Am vergangenen Dienstag traten rund 20 THW-Helfer und Helferinnen mit Mund-Nasen-Bedeckung und 1,5 Meter Abstand zum Ausbildungsbeginn an. Nach einer langen Pause geht es im THW Kitzingen unter strengen Hygienemaßnahmen wieder mit dem Ausbildungsbetrieb los.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde am 13.März von der Leitung des THW Kitzingen beschlossen den Dienst- und Ausbildungsbetrieb vorerst einzustellen. Einen Tag später wurde die Einstellung des Dienstbetriebs auch offiziell von der THW-Leitung in Bonn bekannt gegeben. Ziel war es die Einsatzbereitschaft der THW-Ortsverbände zu gewährleisten.

Durch die fallenden Infektionszahlen konnte nun nach 12 Wochen auch für das THW Lockerungen im Bezug auf den Regel-Ausbildungsbetrieb gemacht werden.

Eine Herausforderung für die Ausbilder. Mit einem strengen, an das THW angepasste Hygienekonzept wurde die erste Ausbildung nach der „Corona-Pause“ geplant.

Viele Punkte mussten beachtet werden, so wurde z.B. vorgegeben den Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Jeder Helfer bekam vom THW einen Mund-Nasen-Schutz und eine Community-Masken. Diese müssen immer mitgeführt werden und bei Bedarf, wie z.B. wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, getragen werden.

Ausbilderin Amelie Dorberth hat das Thema Verhalten auf und am Wasser für die erste Ausbildung gewählt. Ein typisches Ausbildungsthema für unseren Ortsverband mit Fachgruppe Wassergefahren. Schon oft haben unsere THW-Helfer/innen die Boote zu Wasser gelassen oder Bootsanleger gebaut. Aber mit Mund-Nasen-Bedeckung und 1,5 Meter Abstand wurden aus einfachen Arbeiten neue Herausforderungen.

Amelie Dorberth, die in der Fachgruppe Wassergefahren die Funktion der Truppführerin innehat, hatte sich verschiedene Aufgaben unter Beachtung der Hygienemaßnahmen ausgedacht. So wurden verschiedene Bootsmanöver wie Mann-über-Bord oder das Anlegen zweier Boote während der Fahrt geübt. Selbstverständlich mit geringerer Bootsbesatzung um auch hier den nötigen Abstand zu wahren.

Andere Helferinnen und Helfer konnten an Land mit dem Jet-Float System, ein modular steckbares System aus luftgefüllten Kunststoff-Schwimmkörpern, verschiedene Arten an Bootsanlegern und Stegen bauen und die Belastbarkeit testen. Außerdem wurde Beleuchtung aufgebaut und Ausstattung zum Transport von Verletzten für die Boote bereit gelegt und übergeben.