Ausbildung in Kläranlage

Kitzingen, 22.09.2018

Die Städtische Kläranlage Kitzingen hatte sich Zugführer Michael Hack ausgesucht, um dort am vergangen Samstag eine Ausbildung für die Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) Kitzingen durchzuführen. Unterstützt von Felix Engelmann, dem stellvertretenden Leiter des Klärwerks, hatte Hack vier Ausbildungsstationen vorbereitet.

Zunächst wurden die THW’ler von Klärwerksleiter Jürgen Orth begrüßt, der ihnen die Funktionsweise der Kläranlage erklärte.

Anschließend wartete auch gleich die erste und an diesem Tag spektakulärste Aufgabe auf die Hilfskräfte. Eine „verletzte“ Person, dargestellt von einer lebensgroßen Übungspuppe, musste aus einem rund 12 Meter tiefen und relativ engen Schacht gerettet werden. In den zunächst über dem Schacht errichteten Dreibock wurde hierzu das „Rollgliss“, ein Auf- und Abseilgerät, eingehängt, mit dem die Person nach oben geholt werden konnte.

Parallel dazu machten sich einige Helfer daran, den Keller im Hauptgebäude nach Vermissten abzusuchen, was durch die hier herrschende Dunkelheit und die Größe des Kellers erschwert wurde. Die Personen wurden schließlich gefunden und mussten nun gerettet und aus dem Gebäude transportiert werden.

Die Hebekissen waren das Einsatzmittel der Wahl bei der dritten Ausbildungsstation. Mit diesen relativ flachen Kissen, die nach ihrer Positionierung mit Druckluft aufgeblasen und so schwere Lasten angehoben werden können, wurde ein Container angehoben, um eine darunter eingeklemmte Person zu befreien.

Zu guter Letzt errichteten die Helferinnen und Helfer des Kitzinger THW noch eine Seilbahn, mit deren Hilfe Personen sehr schonend aus Höhen gerettet werden können.

Nach dem lehrreichen und spannenden Ausbildungssamstag, den es in Kitzingen viermal im Jahr neben den wöchentlichen Ausbildungen am Dienstag Abend gibt, sind die THW’ler ein Stück besser für einen möglichen Einsatz gerüstet und können schnelle und effektive Hilfe leisten.